Außerschulische Lernorte
Kinder benötigen unmittelbare Begegnungen, Eigentätigkeit, Eigenerfahrung und zwischenmenschliche Kontakte. Daher suchen wir viele außerschulische Lernorte auf:
Wir besuchen einen Bauernhof, gehen mit dem Förster durch den Wald und fahren in den Zoo. Auch bei Erkundungen auf dem Schulgelände und in der näheren Umgebung können die Schüler immer wieder Pflanzen und Tiere beobachten und eine enge Berührung mit ihnen eingehen.
Um eine Beziehung zum Heimatort Kierspe aufbauen zu können und um eine räumliche und zeitliche Zugehörigkeit zu gewinnen, lernen die Schüler die Sage von den Schanhollen und den Eingang zu ihrer Höhle, das „Hülloch“, im Arney kennen, ebenso die Thingslinde, die Luiseneiche und den alten Ortskern rund um die Marga- rethenkirche.
Das geschichtliche Hintergrundwissen wird „anfassbar“ und „begreifbar“ beim Besuch im Schleiper Hammer, im Reidemeisterhaus in Vollme, im Freilichtmuseum in Hagen und in der Burg Altena.
Einen Einblick in die Verwaltung und die Versorgung der Stadt Kierspe bekommen die Schüler im Rathaus, in der Post, im Wasserwerk und in der Kläranlage. Auch lernen sie die öffentliche Bücherei kennen und nutzen.
Arbeitsbedingungen und Produktionsabläufe können sie beobachten und durchschauen bei einem Besuch in verschiedenen ortsansässigen Industriebetrieben.
Auch am geistlichen und kulturellen Leben der Stadt sollen die Schüler teilnehmen können. Es findet einmal im Monat ein ökumenischer Schulgottesdienst für den 3. und 4. Jahrgang im evangelischen Gemeindehaus Felderhof oder in der katholischen St. Josefskirche statt. Auch jedes neue Schuljahr wird mit einem gemeinsamen Gottesdienst für alle Jahrgänge begonnen. Für die Schulanfänger und ihre Eltern wird am Tag der Einschulung ebenfalls ein Gottesdienst angeboten.
Jedes Jahr wird die Aufführung des Theaterprojektes an der Gesamtschule Kierspe besucht. Darüber hinaus werden Theateraufführungen in Lüdenscheid und Meinerzhagen wahrgenommen. Die Schüler können einen persönlichen Kontakt zu Kinderbuchautoren aufnehmen. Diese werden in die Schule eingeladen, stellen ihre Bücher vor und berichten von deren Entstehung.
Die Kontakte zu heimischen Vereinen und Verbänden werden gepflegt. Beim Sparkassenlauf, der vom Stadtsportverband und dem TSV Kiespe ausgerichtet wird, sind große Abordnungen von Schulklassen unserer Schule vertreten. Wir nutzen das Angebot der Hundevereine, sie auf ihren Übungsplätzen aufzusuchen und Informationen über die Hundehaltung einzuholen.
Diese Aufzählung beruht auf der Erfahrung und der Praxis vieler Lehrerjahre. Die KollegInnen planen auf der Grundlage der Richtlinien und nach der Vorgabe der Klasse und stimmen sich in Jahrgangskonferenzen ab. Dabei werden auch immer wieder neue Lernorte einbezogen und es können andere aktuellere Schwerpunkte gesetzt werden.
Besonders viele Möglichkeiten des Lernens an Lernorten außerhalb der Schule bieten die Klassenfahrten. Hier können die Schüler über mehrere Tage hinweg intensive und nachhaltige Erfahrungen sammeln.
Es ist an unserer Schule Praxis, im 4. Schuljahr eine Schulwoche in einer Jugendherberge oder einer ähnlichen Jugendeinrichtung zu verbringen. Je nach Zielort stehen bei den Fahrten geschichtlich-kulturelle Aspekte im Vordergrund, sehr häufig aber auch abenteuerliche Natur- und Umwelterfahrungen. So zum Beispiel wurde in den letzten Jahren immer wieder die Insel Norderney als Ziel der Klassenfahrt ausgewählt. In dem sehr günstig gelegenem Schullandheim des Märkischen Kreises haben die Kinder die Möglichkeit, die Nordsee mit ihrem vielfältigen und besonderen Ökosystem aus erster Hand zu erleben. Neben Ausflügen zum Leuchtturm oder dem Spielen und Entdecken am Strand, wird ein sehr ausgiebiger Exkurs zum Wattenmeer durchgeführt.
Ebenso wichtig ist das Erleben und Entdecken der Klasse als Lebensgemeinschaft und der Mitschüler als Partner für den ganzen Tag mit all den damit verbundenen Freuden und Problemen. Viele Klassen nutzen darum auch die Möglichkeit, während der gesamten Schulzeit immer wieder eine Nacht gemeinsam zu verbringen. Fast schon obligatorisch ist eine Übernachtung in der Schule am Ende des 4. Schuljahres.
Wir gehen aber nicht nur hinaus, sondern wir nutzen auch unsere Kontakte zu vielen Institutionen, die in die Schule kommen und ihre Anliegen den Schülern unterbreiten.
Hierfür ausgebildete Feuerwehrleute kommen regelmäßig in den Unterricht und unterweisen die Schüler im Umgang mit Feuer, zeigen Brandgefahren auf und proben das Melden von Bränden.
Weitere Kooperationspartner für unsere Schule sind
» das Kreisgesundheitsamt, das jedes Jahr auf die richtige Pflege der Zähne verbunden mit einer gesunden Ernährung hinweist,
» das Kreisjugendamt, das uns unterstützt bei der Ich-Stärkung unserer Schüler durch die Projekte „Mut tut gut“ und „Mein Körper gehört mir“,
» die Verbraucherberatung, die mit den Schülern ein abfallarmes und gesundes Frühstück zubereitet,
» die Musikschule Kierspe, die Schüler des 2. Jahrgangs in der musikalischen Früherziehung nachmittags in unserem Musikraum unterrichtet,
» sowie die Polizei, die mit den Schülern des 1. Jahrgangs das Verhalten im Straßenverkehr praktisch trainiert und es ihnen mit Hilfe eines Puppenspiels verdeutlicht. Mit Unterstützung der Polizei und einiger Eltern führen wir im 4. Jahrgang die Radfahrausbildung in der Verkehrswirklichkeit durch.
Es folgt nun der Punkt der naturnahen Schulhofgestaltung: Hier.